Zeche Consolidation, Gelsenkirchen

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Zeche Consolidation

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Die Zeche Consolidation ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Gelsenkirchen.

Geschichte

1861 - 1890

Mitte des 19. Jahrhundert wurden in der Schalker Mark mehrere Mutungsbohrungen durchgeführt, die in dem Gebiet um Schalke und die umliegenden Bauerschaften herum reichhaltige Steinkohlevorkommen vermuten ließen.

Friedrich Grillo veranlaßte 1861 den Zusammenschluß verschiedener Gewerken zur Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Consolidation (Consolidation = Zusammenschluß von Grubenfeldern und deren Anteilen).

1863 wurde am Schalker Markt an der heutigen Gewerkenstraße mit dem Abteufen des Schachtes Gertrud begonnen. 1865 konnte die Förderung aufgenommen werden. Der Schacht erhielt zunächst einen Malakowturm als Fördereinrichtung.
Die in die Zeche gesetzten Erwartungen erfüllten sich, handelte es sich doch um hochwertige Fettkohle und Gaskohle, die in den anderen Unternehmungen Friedrich Grillos umfangreich abgesetzt werden konnte.

Hieraus folgte, daß nach dem Krieg von 1870/71 die Zeche weiter expandierte, auch wenn die gesamte Kohlekonjunktur zeitweise rückläufig war.
1869 bis 1871 wurde 700m östlich Schacht 1 der Schacht Wilhelm angesetzt (später Schacht 2), der als eigenständige Förderanlage fungierte. 1871 folgte noch weiter östlich Schacht Minna (Schacht 3), der 1873 in Förderung ging.
Es folgte noch von 1874 bis 1875 die Niederbringung eines reinen Wetterschachtes im südlichen Feldesbereich. Dieser wurde lediglich mit Schacht 4 bezeichnet.

1878 erfolgte die Übernahme der Betreibergesellschaft der Zeche Unser Fritz durch die Gewerkschaft Consolidation. Die Zeche wurde aber als selbständige Förderanlage weiterbetrieben.

1883 wurde auf Schacht Gertrud die erste Kokerei in Betrieb genommen.

1885 erreichte die Kohlenförderung bereits 700 000 t jährlich bei 2300 Mitarbeitern.

1890 - 1923

1890 wurde auf Schacht Minna eine weitere Kokerei in Betrieb genommen.

1893 bis 1895 wurde neben Schacht Minna der Schacht Fritz niedergebracht. Zur Vereinfachung wurden fortan die Schächte mit Nummern versehen, wobei Schacht Fritz als Förderschacht künftig mit Schacht 4 benannt wurde, und der ältere Wetterschacht mit Consolidation Schacht 5.

In den Folgejahren wurden nun die beiden ältesten Schachtanlagen weiter ausgebaut. Schacht 1, 2 und 3 erhielten jeweils ein eingezogenes Fördergerüst auf den Malakowturm aufgesetzt. Anschließend wurde von 1896 bis 1899 neben Schacht 1 der Schacht 6 und von 1902 bis 1906 neben Schacht 2 der Schacht 7 niedergebracht. Diese Schächte wurden jeweils Hauptförderschacht für die jeweilige Schachtanlage.

Zur Verbesserung der Wetterführung (hohe Schlagwettergefährdung in den Grubenbauen) wurde schließlich von 1906 bis 1908 in der Feldmark der Schacht 8 abgeteuft. Dieser wurde auch Schacht Oberschuir genannt.

1913 erreichte die Kohlenförderung aller Consolidation-Schachtanlagen den Wert von 1,95 Mio t pro Jahr. Die Kokereien erzeugten 600 000 t Koks.

1915 wurde auf Schacht 3/4 mit dem Abteufen eines neuen Zentralförderschachtes 9 begonnen. Die Abteufarbeiten mußten allerdings 1917 wegen der Kriegsgeschehnisse unterbrochen werden.
Erst nach dem ersten Weltkrieg konnten die Abteufarbeiten fortgesetzt werden - der Schacht 9 ging 1922 in Betrieb und wurde mit einem großdimensionierten Doppelstrebengerüst ausgestattet.

1923 - 1968

1923 erwarb die Fimra Mannesmann AG die Kuxenmehrheit der Gewerkschaft Consolidation. Die Schachtanlage 3/4/9 wurde zur Zentralanlage ausgebaut.
1928 erfolgte die Aufspaltung der Zeche Consolidation in zwei Werksdirektionen. Die eine Werksdirektion umfaßte die Schachtanlagen 1/6, 2/7, 5 und 8. Schacht 1 erhielt ein neues doppelgeschossiges Vollwandstrebengerüst, und wurde auf Gefäßförderung umgestellt.
1929 erfolgte der Anschluß der stillgelegten Zeche Unser Fritz in Herne an die Schachtanlage 3/4/9. Die Unser Fritz-Schächte wurden offengehalten, und dienten fortan als Außenanlage.

Gleichzeitig wurden beide Kokereien erneuert und als separate Werksdirektion in der Mannesmann-Kokereien AG geführt.

1938 setzte ein Grubenbrand die Schachtanlage 2/7 zeitweise außer Betrieb.
1942 erfolgte noch die Anpachtung eines Grubenfeldteiles der ehemaligen Zeche Hibernia an Consolidation 3/4/9. Der Schacht Hibernia 3 wurde als Wetterschacht hinzugenommen.

Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wurden die im Stadtgebiet von Gelsenkirchen gelegenen Schachtanlagen stark in Mitleidenschaft gezogen. 1943 erlitt Schacht 5 so schwere Bombenschäden, daß er abgeworfen und verfüllt werden mußte.
1944 wurden Aufbereitung und Kokerei Schacht 1/6 sowie die Kokerei Schacht 3/4/9 stark beschädigt.

Erst 1949 konnte die Anlage 1/6 wieder in vollem Umfang die Förderung aufnehmen. 1951 erfolgte die endgültige Aufgabe von Schacht 2.
Die Kokereien gingen 1953 wieder vollständig in Betrieb. Zu Beginn der Kohlenkrise wurden einige Modernisierungen durchgeführt. 1958 erhielt Schacht 4 einen neuen charakteristischen Betonförderturm mit außenliegenden Seilscheiben. 1959 wurde das Fördergerüst Schacht 6 durch einen neuartigen Stahlkastenbau ersetzt. Die Gesamtförderung betrug 2,6 Mio t jährlich bei einer kokserzeugung von 1,1 Mio t.

Im Rahmen der sich verschärfenden Kohlenkrise wurde Mitte der 60er Jahre begonnen, die Förderanlagen zusammenzulegen. Das Hibernia-Feld wurde 1964 abgeworfen. 1967 erfolgte die fördertechnische Stillegung von Consolidation 1/6 nebst Kokerei zugunsten einer Zusammenfassung auf Schacht 3/4/9.

1968 - 1993

1968 ging der bergbauliche Besitz der Mannesmann Röhrenwerke-AG an die neugegründete Ruhrkohle AG über. Diese baute zunächst die Zeche Consolidation zu einem Verbundbergwerk aus.

Ab 1972 wurde der Abbau der bestehenden Flammkohlenvorräte der ehemaligen Zeche Graf Bismarck in Angriff genommen.
1973 erfolgte der Neubau des Förderturmes Schacht 3. Dieser wurde mit zwei vollautomatischen Gefäßförderungen ausgestattet. Der 95 m hohe Betonförderturm war der höchste Förderturm des Ruhrbergbaus.

1976 erfolgte die Übernahme des Grubenfeldes der stillgelegten Zeche Pluto in Herne. Die Schachtanlagen Pluto 2/3/7, Pluto 4 und 5 wurden übernommen.

Nach und nach wurden die nicht mehr benötigten Schächte Consolidation 1, Pluto 5, Pluto 4, und Consolidation 8 abgeworfen und verfüllt.

1983 erfolgte die Stillegung der Kokerei Schacht Consolidation 3/4/9.

Der Abbau verlagerte sich in immer größere Abbautiefen von bis zu 1200 m. Sie betrug zeitweise 3,2 Mio t. pro Jahr mit 5800 Beschäftigten.

1984 rückte die Zeche durch ein tragisches Grubenunglück (Strebbruch) mit 5 Todesopfern in das interesse der Öffentlichkeit.
1986 erfolgte die Übernahme der Nordsternschächte aus dem aufgelösten Verbundbergwerk Nordstern-Zollverein. Nach Stillegung der Baufelder Nordstern und Pluto wurde 1990 wurde für 1993 der fördertechnische Zusammenschluß mit der Zeche Hugo beschlossen unter allmählicher Aufgabe des kompletten Förderstandortes Consolidation.

Stillegung

1993 wurde die Förderung auf Consolidation 3/4/9 eingestellt. Die Schächte auf Consolidation, unser Fritz und Pluto wurden nach und nach verfüllt. Ende der 90er Jahre erfolgte der komplette Abbruch der Schachtanlagen 1/6 und 2/7. Der Förderturm Schacht 3 wurde 1996 durch einen Abbaukran abgetragen. Die Förderanlagen Consolidation Schacht 4, 8 und 9 sowie Unser Fritz 1 und Pluto 3 wurden unter Denkmalschutz gestellt.
Der Abbau der im Bismarckfeld verbliebenen Vorräte erfolgte bis 2000 von der Zeche Hugo aus.

Heutiger Zustand

Die Gelände Schacht 1/6 und 2/7 sind komplett an die Gewerbenutzung übergegangen. Schacht 4 und 9 sind auf dem Gelände 3/4/9 erhalten geblieben. Das Maschinenhaus Schacht 4 sowie der Förderturm werden kulturell genutzt (Consol-Theater).
Für die Freiflächen auf diesem Gelände wird sich um weitere Ansiedlung von Gewerbebtrieben bemüht.
Schacht Consolidation 8 ist als komplette Anlage erhalten. Der Malakowturm Unser Fritz 1 sowei das Doppelstrebengerüst Pluto 3 befinden sich auf Geländen, die ebenfalls gewerblich genutzt werden sollen.

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